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Wiesn - Der Tragödie 2. Teil

Etwas enttäuscht ging ich in den Augustinerkeller, um eine "Kleinigkeit" zu essen. Und was trinkt man dazu in Bayern? Natürlich Bier! Mein Ansinnen, ein kleines Helles zu bekommen (0,5 l), wurde empört zurückgewiesen, denn zu Oktoberfestzeit gibts nur ne Mass. Aha, das hatte mir also gefehlt: Viel Alkohol! Der Schankraum war voller Feierwütiger, am Nebentisch waren ein paar Australier bereits so voll, dass einige am Tisch einschliefen... Der erste Liter war schnell getrunken und ich fühlte mich inzwischen soweit, einen zweiten Versuch zu starten: Zurück zur Wiesn! Und ganz ehrlich, leicht alkoholisiert war das bunte Treiben schon nicht mehr ganz so abstoßend. Dafür war die Luft schlechter - offensichtlich reichten die Toiletten nicht für jedermann... Egal! Mit einem Bändchen einer Freundin meines Bruders, die sich übrigens den Abend mit einem Schild finanzierte, auf dem sie Küsse für einen Euro anbot, gelangte ich endlich in ein Zelt: Pschorr-Bräurosl! Viele tausend Menschen auf engstem Raum, viele in Tracht, die meisten auf den Tischen tanzend und: noch mehr Alkohol. Nach der zweiten Mass war auch die Musik zu ertragen und ich lernte den Unterschied zwischen den einzelnen Dirndln kennen: Klassisch/Traditionell, modisch/aktuell und die sogenannten "Fick-mich-Dirndl", die einfach deutlich zu kurz und mit tiefem Ausschnitt ausgestattet sind: Herzlichen Glückwunsch! Die dritte Mass macht den Aufenthalt weiterhin erträglich, aber dazugehörig fühle ich mich nicht. Es geht mir ein wenig wie Faust auf seinem Osterspaziergang, aber ich habs wenigstens versucht... Die abschließende Achterbahnfahrt nehme ich nur durch einen Schleier war, der Weg zurück versinkt in einem dunklen Loch, vom "Morgen danach" will ich an dieser Stelle nichts berichten, aber es stellte sich im Verlaufe des nächsten Tages ein Gefühl der Leere ein: Das war die berühmte Wiesn, die jedes Jahr Millionen Besucher anzieht? Unverständlich, denn Trinken kann ich auch in meiner Heimat...
4.10.08 17:42
 


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